Wochenende der Graphik 2018

Das internationale Projekt feiert zehnjähriges Jubiläum

vom 10. bis 11. November​

Zum 10. Mal veranstalten die Graphischen Sammlungen in Deutschland, der Schweiz und Österreich das “Wochenende der Graphik”. Jedes Jahr initiieren die Sammlungen im Rahmen dieses Projekts verschiedene Veranstaltungen, die sich den besonderen Qualitäten und Anforderungen der Kunst auf Papier widmen.
Viele Sammlungen präsentieren schon seit Jahren, am zweiten Wochenende im November im Rahmen der Veranstaltung, Zeichnungen und Druckgrafiken die aus konservatorischen Gründen nicht dauerhaft ausgestellt werden.

Tag des offenen Denkmals

Wer organisiert das Wochenende der Graphik?

Die Organisation dieses länderübergreifenden Projektes liegt bei keiner zentral agierenden Institution, sondern ist über die Jahre aus der Zusammenarbeit von unterschiedlichen Sammlungen, Kulturinstitutionen und Vereinen gewachsen. Diese Besonderheit des Projekts trägt zur Vielfalt der Programme der einzelnen Veranstaltungsorte bei. Doch das Netzwerk der Graphischen Sammlungen bietet eine Übersicht aller teilnehmenden Museen. Im Folgenden finden Sie eine Auswahl der bei uns vertretenen und teilnehmenden Sammlungen.

Staatliche Bücher und Kupferstichsammlung Greiz
© Sommerpalais Greiz (Foto: Christian Freund)

Staatliche Bücher- und Kupferstichsammlung Greiz

Das Sommerpalais, von  Heinrich XI. Reuß Aelterer Linie (1722–1800) ab 1769 erbaut, beherbergt die Staatliche Bücher- und Kupferstichsammlung Greiz. Seit 1922 beherbergt das Sommerpalais die Staatliche Bücher- und Kupferstichsammlung und seit 1975 die Karikaturensammlung SATIRICUM. Mehrere Ausstellungen im Jahr zeigen Exponate aus den drei Sammlungbeständen.

Mit der exklusiven Ausstellung „Selten zu sehen“ beteiligt sich die Sammlung am Wochenende der Grafik. Selten gezeigte Kunstwerke werden nur an diesem Wochenende aus dem Depot ans Licht geholt und im Gartensaal präsentiert. 

Am Samstag und am Sonntag findet jeweils um 10 Uhr eine halbstündige öffentliche Führung zu den Kunstwerken statt.

Städtische Galerie Wolfsburg

Die Städtische Galerie Wolfsburg präsentiert im Schloss Wolfsburg – einem prächtigen Bau der norddeutschen Renaissance – in Sammlungs- und Wechselausstellungen hochrangige Werke der modernen Kunst. Hier stehen in einem der ältesten Baudenkmäler Niedersachsens historische Architektur und zeitgenössische Kunst in einem spannenden Dialog. Der Schloss- und Skulpturenpark laden zum Verweilen ein.

Sonntag, den 11. November
11.00 Uhr
MATINEE
Kuratorenführung durch die Ausstellung „PERSPECTIVAS LATINAS #18“ mit Marcus Körber. Einblicke in die Kunst des Lichtdrucks und der künstlerischen Collage.

12.00–18:00 Uhr
OPEN STUDIO
Kennenlernen der Druckwerkstatt und Einführung in die Drucktechniken des Tief- und Hochdrucks.

13.00–18:00 Uhr
MAKE YOUR OWN PRINT
Der Künstler Alexander Mick führt unterschiedliche Techniken an der Tiefdruckpresse vor und zeigt, wie man eigene Motive selbst abdrucken und vervielfältigen kann.

Alle Veranstaltungen sind kostenfrei.

Die Anzahl der Teilnehmer für den Workshop ist auf max. 15 Personen begrenzt. Anmeldung unter staedtische.galerie@stadt.wolfsburg.de

© Städtische Galerie Wolfsburg (Foto: Janina Snatzke)
Käthe Kollwitz Museum
© Käthe Kollwitz Museum Köln

Käthe Kollwitz Museum Köln

Wie keine andere Künstlerin des 20. Jahrhunderts bringt Käthe Kollwitz (1867-1945) in Druckgraphiken, Zeichnungen und Skulpturen Themen wie Krieg, Armut und Tod, aber auch Liebe, Geborgenheit und das Ringen um Frieden zum Ausdruck. Das Käthe Kollwitz Museum Köln präsentiert die weltweit umfangreichste Sammlung ihrer Werke.

Samstag, den 10. November 
11.30 Uhr
Käthe Kollwitz – Meisterwerke der Druckgraphik
Führung in der Kölner Kollwitz-Sammlung
Am Aktionstag führt ein Rundgang durch das der Künstlerin Käthe Kollwitz gewidmete Museum und stellt die Meilensteine ihres Schaffens in den Fokus – Zeichnungen und druckgraphische Blätter, für die sie bis heute als eine der bedeutendsten deutschen Künstlerpersönlichkeiten des 20. Jahrhunderts angesehen wird.

13.00 – 16.00 Uhr 
Wir machen Druck! 
Offene Druckwerkstatt
Lithographie, Radierung und Holzschnitt – in der Kunst gibt es viele Arten zu drucken. Am Wochenende der Graphik können sowohl Kinder als auch Erwachsene unter Anleitung unserer Kunstvermittler an der Druckstation selbst mit unterschiedlichen, einfachen Techniken experimentieren und ganz individuelle Kunstwerke (oder vielleicht auch schon Weihnachtskarten?) gestalten.

Kunstsammlungen der Veste Coburg

Die imposante Anlage mit grandioser Fernsicht nach Oberfranken und Thüringen ist Heimat der Kunstsammlungen der Herzöge von Sachsen-Coburg. Martin Luther hat hier ein halbes Jahr gelebt. Ob altdeutsche Kunst mit Werken von Cranach, Grünewald und Dürer, Rüstungen und Waffen, Kutschen und Schlitten, historisches Glas oder das neu gestaltete Artilleriemuseum – hier gibt es sehr viel zu entdecken.

Sonntag, den 11. November

13:30 Uhr
Rembrandt. Kunstbetrachtung für Grundschulkinder.
Der Maler, Zeichner und Radierer Rembrandt Harmenszoon van Rijn (1606-1669) schuf weltbekannte Kunstwerke. Warum hat er sich so oft selbst dargestellt? Und wie hat der Künstler gearbeitet? Wir gehen auf Spurensuche in eine vergangene Zeit. Die Kunstbetrachtung von Regina Lohwasser M.A. ist für Grundschulkinder geeignet.

14 bis 15 Uhr 
Druckwerkstatt für Kinder
Wir drucken wie Rembrandt. Nach der Erstellung eigener Entwürfe wird die Idee auf eine Druckplatte übertragen. Schafft Ihr es, Eure Namen spiegelverkehrt zu schreiben?

14 Uhr
Sonderführung „Das besondere Blatt – Der Narrenbaum“
Zu dem faszinierenden Themen­komplex der Darstellung von Narrenfiguren gehört eine im frühen 16. Jahrhundert entstandene Federzeichnung des sogenannten Petrarca-Meisters. Hier wachsen die Narren auf Bäumen und werden wie Äpfel vom Baum geschüttelt. Passend zum 11. November wird es in der Führung von PD Dr. Stefanie Knöll um frühneuzeitliche Narren­darstellungen gehen.

14.45 Uhr
Die Gouachemalerei
Unter dem italienischen Begriff „Guazzo“(dt. Pfütze oder trübe Flüssigkeit), wurden im 16. Jahrhundert alle Malereien mit wässrigen Farben zusammengefasst. Es werden Gouachen des Coburger Malers Johann Friedrich Rauscher und des Schweizers Johann Heinrich Bleuler zu sehen sein. Darüber hinaus erläutert Graphikrestaurator Wolfgang Schwahn M.A. Techniken und Malmittel dieser Deckfarbenmalerei.

© Kunstsammlungen der Veste Coburg
Museum Allerheiligen Schaffhausen
© Museum zu Allerheiligen Schaffhausen

Museum zu Allerheiligen Schaffhausen

Das Schaffhauser Museum zählt zu den grössten und vielfältigsten Universalmuseen der Schweiz. Unter einem Dach vereint es Archäologie, Geschichte, Kunst und Natur. Die bedeutende Kunstsammlung umfasst Werke u.a. von Cranach, Hodler, Vallotton, Otto Dix und Adolf Dietrich.

Den Grundstein für die Graphische Sammlung des Museum legte der 1848 gegründete Kunstverein Schaffhausen. Durch Schenkungen, Legate, Stiftungen und Deposita wurde der Bestand erweitert. Erst mit der Gründung der Sturzenegger-Stiftung 1987 wurde eine aktive, systematische Sammlungstätigkeit möglich. Durch regelmässige, auch umfangreiche Ankäufe und eine kluge Erwerbspolitik wurde die Stiftung zum Glücksfall für das Museum zu Allerheiligen: Heute umfasst die Graphische Sammlung rund 30.000 Blätter. Die Bestände werden in Wechselausstellungen präsentiert.

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