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Museumsnacht Halle & Leipzig

Was ist die Museumsnacht? 

Zur Museumsnacht bzw. Langen Nacht der Museen schließen sich mehrere Museen und Institutionen einer Stadt bzw. eines Ortes zusammen und verlängern die Öffnungszeiten der Institutionen bis in die Nacht hinein. Zusätzlich zu den generellen Ausstellungen wird oftmals ein vielfältiges Programm angeboten, welches beispielsweise Live-Performances, Live-Bands, Partys, Führungen, etc. umfasst. 

Der Grund für den Zusammenschluss zu einem Aktionstag ist Besucher in die Häuser zu locken und auch ein jüngeres Besucherpublikum in die Museen zu ziehen. 

Seit 1997 gibt es Museumsnächte, die bis heute in über 120 Städten stattfinden. 

Die Museumsnacht Halle & Leipzig

An diesem Samstag öffnen in Halle und Leipzig anlässlich der 10. Museumsnacht 80 ausgewählte Museen von 18:00 bis 24 :00 Uhr ihre Türen für Besucher. Erneut nutzen eine Vielzahl an Besuchern unter dem Motto „KULT“ die Chance, die von Ihnen angebotene Mitmachaktionen, Tanz, Theater, Musik, Lesungen, Führungen, Vorträge, Filme und technische Vorführungen und vieles mehr zu erleben.

Zu den Veranstaltungsorten zählen große und kleine Museen, Kunstsammlungen, naturkundliche, historische und archäologische Häuser, Archive und Galerien. Extra zur Museumsnacht fahren in beiden Städten Sonderlinien, welche die Besucher direkt zu den Museen bringen.

Bei PROXIPEDIA sind – neben 1.300 weiteren Museen und kulturellen Sehenswürdigkeiten – bereits einige Museen und Institutionen aus halle und Leipzig vertreten. Unten folgend präsentieren wir jeweils eine kleine Auswahl aus den einzelnen Städten plus gegebenenfalls Programminformationen, die an der Museumsnacht teilnehmen.  

Gedenkstätte ROTER OCHSE Halle (Saale)

Die 1996 eröffnete Gedenkstätte ROTER OCHSE Halle (Saale) ist im ehemaligen Hinrichtungsgebäude der NS-Justiz untergebracht, das vom MfS zum Vernehmergebäude umgebaut wurde. Sie widmet ihre Dauerausstellungen sowie die damit verbundenen Forschungen und pädagogischen Projekte den Opfern politisch motivierter Justiz der Jahre 1933 bis 1945 und 1945 bis 1989.

Die Gedenkstätte ROTER OCHSE Halle (Saale) bietet am Samstag, dem 05. Mai 2018 ab 18:00 Uhr interessierten Besuchern die Möglichkeit, die Ausstellungen im Rahmen der Museumsnacht Halle-Leipzig zu besichtigen. Um 20:00 Uhr hält Michael Viebig einen Vortrag über „Die ‚Polenstrafrechtsverordnung‘ als juristisches Verbrechen – Im Gedenken an die polnische Zwangsarbeiterin Katharina May, die am 3. Mai 1943 im Roten Ochsen hingerichtet wurde“.

Ab 22:00 Uhr schildert Dr. André Gursky unter dem Thema „Im Vorfeld des 17. Juni 1953“ das Schicksal der Erna Dorn, die am 21. Mai 1953 vom Bezirksgericht Halle wegen angeblicher Tätigkeit in einem Konzentrationslager zu einer Zuchthausstrafe verurteilt worden war. Am 17. Juni aus der Haftanstalt Kleine Steinstraße befreit, hatte sie sich nach Meinung der Staatsanwaltschaft als „Rädelsführerin“ des Streiks betätigt und stand deshalb am 22. Juni 1953 erneut vor Gericht. Dieses Mal folgte ein Todesurteil.

Gedenkstätte ROTER OCHSE
© Sammlung Gedenkstätte ROTER OCHSE Halle (Saale)
Technisches Halloren- und Salinemuseum
© Steffen Kohlert

Technisches Halloren- und Salinemuseum

Nach Einstellung der industriellen Salzproduktion wurde in Halle (Saale) 1969 das Salinemuseum eröffnet. Das Haus vermittelt im Schwerpunkt die Kulturgeschichte der halleschen Salinen und die Technologie der Siedesalzgewinnung. Das Schausieden ist seitdem unangefochten der Besuchermagnet und ein Markenzeichen des Museums. Als „Halloren“ werden bis heute die halleschen Salzwirker bezeichnet.

Kunstmuseum Moritzburg Halle (Saale)

Kunstmuseum des Landes Sachsen-Anhalt mit bedeutenden Sammlungen für Malerei, Plastik, Grafik, Fotografie, Kunsthandwerk und Design sowie Münzen und Medaillen, Werke u. a. von: Caspar David Friedrich, Anselm Feuerbach, Max Klinger, Lovis Corinth, Gustav Klimt, Max Beckmann, Karl Schmidt-Rottluff, Ernst Ludwig Kirchner, Erich Heckel, Emil Nolde, Gerhard Marcks, Lyonel Feininger, Wassily Kandinsky.

Kunstmuseum Moritzburg Halle (Saale)
© Falk Wenzel
© Bach-Archiv Leipzig Foto: Norma Strunden

Bach-Museum Leipzig

Auf rund 750 m² berichtet das Bach-Museum Leipzig über Leben und Wirken des Komponisten und Thomaskantors. 27 Jahre lang war der Leipziger Thomaskirchhof das unmittelbare Lebensumfeld von Johann Sebastian Bach. Im historischen Bosehaus erklingt seine Musik, werden originale Bachhandschriften präsentiert und Einblicke in die Bachforschung gegeben — an vielen Stationen interaktiv und multimedial.

Gedenkstätte für Zwangsarbeit Leipzig

Die Gedenkstätte erinnert an die Opfer, das Unrecht und die Geschichte des NS-Zwangsarbeitseinsatzes in Leipzig und dessen Folgen. Am Standort der HASAG, dem ehemals größten Rüstungsbetrieb Sachsens, erinnert sie exemplarisch an den Arbeitseinsatz tausender ziviler Zwangsarbeiter_innen, Kriegsgefangener und KZ-Häftlinge während des Zweiten Weltkriegs im städtischen Raum.

Während der Museumsnacht Halle & Leipzig finden in der Gedenkstätte für Zwangsarbeit von 18:00 bis 23:00 Uhr stündlich zu jeder vollen Stunde Führungen durch die Ausstellung statt (Dauer ca. 45 Minuten). 

Gedenkstätte für Zwangsarbeit Leipzig
© Gedenkstätte für Zwangsarbeit Leipzig
© Matthias Knoch

Schumann-Haus Leipzig

Das Schumann-Haus gehört zu den authentischen Komponistenhäusern der Stadt. Hier wohnten das Künstlerpaar Robert und Clara Schumann während der ersten vier Ehejahre von 1840 bis 1844. Heute ist das im Haus befindliche Museum mit seinem historischen Schumann-Saal und dem faszinierenden Klangraum Begegnungsort für lebendige Musikkultur. Im Musik-Salon finden regelmäßig Konzerte statt.

Museum für Musikinstrumente d. Universität Leipzig

Deutschlands größte Musikinstrumenten-Sammlung vermittelt einen lebendigen Eindruck von den handwerklichen und künstlerischen Fähigkeiten der Instrumentenbauer seit dem 16. Jahrhundert und präsentiert eine reiche Auswahl an bekannten Instrumenten, außergewöhnlichen Kostbarkeiten und Kuriositäten. Weltweit einmalig sind die Tasteninstrumente vom Erfinder des Klaviers Bartolomeo Cristofori.

© Marion Wenzel, Universität Leipzig
Regenwaldmuseum Leipzig
© Regenwaldmuseum Leipzig

Regenwaldmuseum Leipzig

Das Museum zeigt zahlreiche lebende Tiere und Pflanzen der tropischen Regenwälder neben Präparaten und Fotos sowie Kult- und Gebrauchsgegenständen der Regenwaldbewohner. In individuellen Führungen und Veranstaltungen können Themen wie Zoologie und Evolution, Biodiversität, Artensterben und Umweltprobleme sowie Kulturen und Lebensweise der Regenwaldvölker behandelt werden.

Die Museumsnacht Halle & Leipzig findet im Phyllodrom – Regenwaldmuseum Leipzig von 16 Uhr bis 24 Uhr statt. Das bunte Programm hat für jeden etwas zu bieten: Groß und Klein können in dieser Nacht selbst gestalten, Reisen in die Geschichte der Menschheit unternehmen und spannenden Reiseerzählungen lauschen. Und vielleicht lässt sich sogar das eine oder andere Tier ganz nah beobachten und berühren.

Programm

Kreativangebot 16:00 – 18:00/18:30 – 21:30 Uhr

Voller Masken ist die Welt, voller Geister ist der Wald

Führung 16:00 – 16:30 / 20:00 – 20:30 / 23:30 – 24:00 Uhr

Ein merkwürdiges Hochzeitsritual

Aktion zum Mitmachen 16:30 – 18:00 Uhr

Paläoanthropologie: die Wissenschaft von unseren Urahnen

Kreativangebot 17:30 – 18:30 / 19:30 – 20:30 Uhr

Traditionelle Motive der Gayo zum Stempeln

Vortrag 18:00 – 18:30 / 21:30 – 22:00 Uhr

Dino-Kult

Vortrag 18.30 – 19.00 / 22:00 – 22:30 Uhr

Bandrek mit Ei

Vortrag 19:00 – 19:30 / 22:30 – 23:00 Uhr

Prachtvolle Goldkäfer und goldene Prachtkäfer

Führung 19:30 – 20:00 / 23:00 – 23:30 Uhr

Das Krokodil schuf aus Schlamm eine Insel

Vortrag 20:30 – 21:00 Uhr

Ethnologische Entdeckungen im Regenwald

Vortrag 21:00 – 21:30 Uhr

Homo floresiensis: Von Hobbits und Hochleistungsrechnern

Museum der bildenden Künste Leipzig

Das Museum präsentiert Meisterwerke vom 15. bis zum 21. Jahrhundert sowie Wechselausstellungen mit internationaler Ausstrahlung. Höhepunkte der Ständigen Sammlung sind die spätmittelalterliche Malerei, die holländische Malerei des 17. Jahrhunderts sowie die deutsche Romantik. Das umfangreiche Ouevre Max Klingers sowie die Leipziger Schule und ihre Nachfolger bilden weitere Schwerpunkte der Sammlung.

Museum der bildenden Künste Leipzig
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Der Bundesbeauftragte für die Stasi-Unterlagen
© BStU, Außenstelle Leipzig

Der Bundesbeauftragte für die Stasi-Unterlagen

Das Stasi-Unterlagen-Archiv Leipzig arbeitet im authentischen Ort, in jenem Gebäude, in dem in DDR-Zeiten die Bezirksverwaltung für Staatssicherheit wirkte (im Volksmund „Runde Ecke“ genannt) und stellt im Rahmen der gesetzlichen Aufgabe die Stasi-Unterlagen zur Verfügung. Außerdem werden ständige und wechselnde Ausstellungen, Veranstaltungen, Führungen, Projekttage mit Schülern angeboten.

Programm

19:00, 21:00, 23:00 Uhr

Szenische Lesung aus Stasi-Akten

20:00, 22:00 Uhr

Filmvorführung

20:00, 22:00 Uhr

Vortrag von Detlev Vreisleben

Durchgehend den ganzen Abend (18:00 – 24:00 Uhr)

Stilblüten aus Stasi-Akten

Eine Sammlung von Aktenauszügen

Fotos und Aktenauszüge zur Instrumentalisierung der Justiz in der DDR

Archivrundgang

Bürgerberatung und Antragstellung auf persönliche Einsicht in die Stasi-Akten

Detektive im Archiv

„Revisor“: Stasi-Lehrfilm

Vom Antrag zur Akte – Der Weg zur Akteneinsicht

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