Kultursplitter #45

Dieser Kultursplitter steht ganz im Zeichen der Digitalisierung, Geheimnisse, Provenienz, Kommunikation und Stille. Wir wünschen Ihnen viel Spaß beim entdecken der spannenden Ausstellungen und Veranstaltungen!

Stille in all seiner Schönheit und Grausamkeit

Das Museum für Kommunikation in Bern zeigt in seiner neuen Ausstellung, Stille ist nichts für Feiglinge! Bis zum 7. Juli 2019 können Sie mit der Ausstellung “Sounds of Silence” eine Neuheit in der Schweiz entdecken und den Wert von Stille in einem dreidimensionalen Hörerlebnis erfahren.
Das knappe Gut, um das sich heute alle streiten, ist die Aufmerksamkeit. Es wird mit viel Aufwand um die Aufmerksamkeit von potenziellen Nutzern und Konsumenten gerungen. Wir werden dabei mit Informationen und Angeboten überhäuft. Doch Stille wird bei diesem Feuerwerk zum raren und kostbaren Gut. Das Museum bleibt der Innovation auch bei dieser Ausstellung treu und bietet mit der dreidimensionalen Hörlandschaft ein intuitives Erlebnis. Erkunden Sie Stille in ihren verschiedenen Facetten, entdecken Sie sowohl Alltägliches als auch Unerwartetes über den Lärm und die schönen und schrecklichen Seiten der Stille. Mehr Informationen bietet das Museum für Kommunikation Bern auf seiner Website.

Sonderausstellung “Geheimnis. Ein gesellschaftliches Phänomen”

Seit Menschen zusammenleben gibt es sie und ihre Geschichte ist mit der gesellschaftlichen Entwicklung verknüpft – Geheimnisse! Das Museum für Kommunikation Berlin widmet ihnen bis zum 10. März 2019 eine aktuelle Sonderausstellung. Die Ausstellung “Geheimnis. Ein gesellschaftliches Phänomen” zielt vor allem auf die veränderte Bedeutung von Geheimnissen in Zeiten von einerseits Sozialen Netzwerken, neuen Kommunikationsformen, Überwachung und andererseits auf die stark geforderte Transparenz von Politik und Wirtschaft. Nach dem Zusammenspiel von Transparenz und Schutz, von Macht und Vertrauen sowie von persönlicher Freiheit und gesellschaftlicher Verantwortung fragt die Ausstellung und nimmt Sie dabei mit in die Welt der Geheimnisse. Weitere Informationen finden Sie auf der Homepage des Museum für Kommunikation Berlin.

Die zeitgenössische Kunst und die veränderten Informationswege

Noch bis zum Sonntag, den 18. November haben Sie die Möglichkeit, die Ausstellung “News Flash. #message #socialmedia #artists” im Kunsthaus im KunstKulturQuartier Nürnberg zu sehen. Die Nachrichtenaufnahme verändert sich seit einigen Jahren durch den Einsatz von Smartphones und die sozialen Medien grundlegend. Heute ist uns möglich über die Sozialen Medien Nachrichten quasi in Echtzeit zu erfahren, nicht mehr nur über die klassischen Informationswege und Medien wie Printprodukte, Fernsehen und Radio sowie ihre Online-Angebote, die aus ihrer institutionellen Natur heraus schon eine gewisse Zeit zur Verbreitung von Nachrichten benötigen.
Die internationale Gruppenausstellung beschäftigt sich genau mit diesem Thema. Sie fragt sich, was die “Echtzeit”-Übermittlung für Veränderungen mit sich bringt. Und wie auf diese Veränderungen von Bild, Sprache und Interpretation durch die Sozialen Medien die zeitgenössischen Kunst reagiert.
Hinterfragt wird von den KünstlerInnen ebenso der Grad der Emotionalisierung und die Überschreitung von Grenzen zwischen Privatheit und Öffentlichkeit wie die Inszenierung von Nachrichten. Der Eintritt in die Ausstellung ist kostenfrei.

Der Mensch als Interessensobjekt der Kunst und Wissenschaft

Die ERES-Stiftung München eröffnet am 20. November um 19 Uhr die Ausstellung “BODYSCAN – Anatomie in Kunst und Wissenschaft”. Die Stiftung bietet mit dieser Sonderausstellung ihren Besuchern einen vielschichtigen Blick in den Menschen und richtet den Blick auf die technisch-künstlerische Darstellung des menschlichen Körpers.
Stücke aus Renaissance und Barock werden mit zeitgenössischen Kunst-Positionen vereint und in einem ungewöhnlichen Mix reihen sich Arbeiten von Künstlern wie Ed Atkins, Meret Oppenheim oder Jeff Wall an anatomische Lehrmodelle oder popkulturelle Objekte und Science-Fiction-Filmsequenzen. Außerdem können Sie in der Ausstellung mit der VR-Brille ins Netzwerk biometrischer Körperdatensätze reisen oder bahnbrechende neue Bildgebungsverfahren wie das Cinematic Rendering kennenlernen. Die Ausstellung können Sie bis zum 2. März 2019 besuchen. Zur Vernissage können Sie sich unter der Mailadresse mail@eres-stiftung.de oder der Telefonnummer 089/388 79 0 79 anmelden. Weitere Informationen entnehmen Sie bitte der Website der ERES-Stiftung.

Ausstellungen und Führungen im Zeppelin Museum Friedrichshafen

Das Zeppelin Museum Friedrichshafen veranstaltet am Sonntag, den 18. November um 11 Uhr eine Führung durch die Ausstellung “Eigentum verpflichtet. Eine Kunstsammlung auf dem Prüfstand”, die noch bis zum 6. Januar 2020 zu sehen ist. Auch das Zeppelin Museum hat sich in letzter Zeit intensiv der bewegten Geschichte der Kunstwerke seiner Sammlung gewidmet und macht in der Ausstellung sowie Führung Schicksale von Sammlern sichtbar.
Und um 14 Uhr wird die Führung “Technik und Kunst im Überblick” gegeben. Bei der Sie sich einmal wie ein Zeppelin-Passagier im Jahr 1936 fühlen können. Sie erkunden die rekonstruierten Passagierräume der LZ 129 Hindenburg und den Zeppelin. Natürlich erfahren Sie auch alles über die Geschichte und Technik der Luftschiffe. Die Führungen sind öffentlich und kosten 1 Euro, neben der erforderlichen Eintrittskarte in das Museum. Mehr Informationen erhalten Sie auch auf der Website des Zeppelin Museums.

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