Kultursplitter #40

Dies ist unser 40. Kultursplitter! Und wie schnell das Jahr vergeht, nun sind bereits wieder Weihnachtsartikel erhältlich und auch die Kunst und Kulturlandschaft bereitet sich auf die regnerische Jahreszeit mit einem reichhaltigen Programm vor!

Schloss Clemenswerth zelebriert immaterielles Kulturerbe

Auf Schloss Clemenswerth findet am Sonntag, den 23. September zum 60. Mal die Schleppjagd statt. Eröffnet wird die Veranstaltung um 11 Uhr mit einer Hubertusmesse unter freiem Himmel. Die Messe ist für Mensch und Tier angedacht und Hundebesitzer, Jäger und Falkner sind herzlich eingeladen, ihre tierischen Begleiter segnen zu lassen. Die Jubiläums-Schleppjagd startet um ca 13:30 Uhr, nachdem auf dem Schlossplatz bereits ein Mittagsimbiss angeboten wurde. Dabei wird auf der 15 Kilometer langen Strecke kein Tier gejagt und getötet, sondern eine Duftspur aus Heringslake verfolgt, die von den vorausreitenden Schleppenlegern als Fährte gelegt wurde. Start- und Endpunkt der traditionsreichen Veranstaltung über den Hümmlingen ist der einzig erhaltene Jagdstern. Interessierte Besucher können bis zur Wiederkehr der Reiter um ca 16:30 Uhr ein abwechslungsreiches Programm genießen. Um ca 17 Uhr wird die Schleppjagd mit dem traditionell geblasenen Halali, dem Eichenbruch für die Reiter und dem Rinderpansen für die Hundemeute beschlossen.
Die Veranstaltung wird von der Emsländischen Landschaft e.V. als wichtiges und förderungswürdiges immaterielles Kulturerbe unterstützt. Der Eintritt zur Messe und zur Schleppjagd ist frei. Für das Museum gilt der reguläre Museumseintritt. Alle Informationen unter www.clemenswerth.de.

Letzte öffentliche Kostümführung dieser Saison

Die letzte öffentliche Kostümführung für die ganze Familie im Museum Lindwurm in dieser Saison steht bevor.
Sie haben am Sonntag, den 7. Oktober um 14:30 Uhr das letzte Mal die Möglichkeit sich von der Magd des Hauses durch die Sammlung des Museums führen zu lassen und in die Welt um 1850 einzutauchen. Hier können Sie lebendige Geschichten über das Haus und die früheren Besitzer erfahren. Die Magd erzählt spannende Geschichten und witzige Anekdoten. So erfahren Sie nicht nur was die Herrschaften speisten und wo das Gesinde schlief. Sondern es wird auch erklärt, wie der Weizen gemahlen und wo die Würstchen geräuchert wurden. Kinder können sich mit Kleidern aus dem 19.Jahrhundert verkleiden oder im Bett der Magd zur Probe liegen.
Anmelden für die Führung können Sie sich unter info@museum-lindwurm.ch oder +41 (0)52 741 25 12.

Fotografien von Dieter Hacker zum EMOP – European Month of Photography

Am Freitag, den 28. September um 18 Uhr eröffnet im Bröhan-Museum im Rahmen des EMOP – European Month of Photography die Ausstellung „Dieter Hacker – politisch fotografieren (1974-1981)“. Die Fragen nach der Macht und Ohnmacht von Bilderfluten, dem Foto als Instrument der Selbstinszenierung sind in Zeiten von Facebook und Instagram aktueller denn je. Der Künstler Dieter Hacker beschäftigte sich in den 1970er Jahren intensiv mit Amateurfotografie. Er konzipierte Ausstellungen von analogen Fotos diverser Privatleute und gab mit die Zeitschrift “Volksfoto. Zeitung für Fotografie” heraus. Die Installationen thematisierten das Verhältnis von Individuum und Masse, Privatsphäre und Öffentlichkeit. Kunst und Abfall. Seine eigenen Aufnahmen kommentierten auch die Spießbürgerlichkeit der BRD. So würdigt diese Ausstellung das fotografische Werk Hackers. Hacker hat bereits als einer den wenigen deutsche Künstler seiner Generation 1974 erkannt, was bis heute den Diskurs bestimmt: „Denn offenbar ist das narzisstische Element beim Fotografieren wichtig. Also sich selber auf dem Foto zu sehen oder was einem gehört; die eigenen Ansprüche an das Foto durch das Foto bestätigt zu finden“ (Hacker, 1974). Bis zum 27. Januar 2019 haben Sie Gelegenheit die Ausstellung zu besichtigen.

Interkulturelle Wochen in Bayreuth

In Bayreuth starteten bereits am Sonntag, den 15. September die “Interkulturellen Wochen”. Parallel dazu wird im Kunstmuseum Bayreuth mit dem Vermittlungsprojekt mit und für Geflüchtete „Bürger von hier, da und dort“ eine Ausstellung präsentiert. Das Projekt besteht seit 2016 und wird vom Freistaat Bayern gefördert. Bis zum 26. Oktober können Sie im Rahmen der “interkulturellen Wochen” ein sehr vielfältiges Programm erleben und an unterschiedlichsten Veranstaltungen teilnehmen. Weitere Informationen sowie das Programm finden Sie unter www.bayreuth.de.

Kunstsammlungen Chemnitz eröffnet zwei Sonderausstellungen

In den Kunstsammlungen Chemnitz werden in den nächsten Tagen zwei sehr unterschiedliche Ausstellungen eröffnet.
Von Sonntag, den 23. September bis zum 6. Januar 2019 präsentiert das Museum die Ausstellung “Carlfriedrich Claus und Ilse und Pierre Garnier – Sprachblätter-poésie spatiale”. Sie zeigt eine ungewöhnlich enge und produktive Freundschaft zwischen Carlfriedrich Claus und dem französischen Künstlerpaar Ilse und Pierre Garnier. Rund 180 Werke aus fast vier Jahrzehnten, Briefe, Künstlerbücher, Mappen und Künstlerzeitschriften umfasst die Ausstellung. Darunter Teile des Gesamtnachlasses von Claus, die in dem Stiftung Carlfriedrich Claus-Archiv bewahrt werden sowie eine großzügige Schenkung von originalen Mappenwerken an das Carlfriedrich Claus-Archiv durch Violette Garnier, Tochter von Ilse und Pierre Garnier, die erstmals der öffentlich präsentiert werden.

Ab Samstag, den 29. September bis zum 6. Januar 2019 wird die Ausstellung “Thomas Meier-Castel.Große Radierungen” gezeigt. Zum zehnten Todestag des Künstlers Thomas Meier-Castel (1949–2008) wird eine Auswahl seiner Werke präsentiert. Der Künstler nimmt eine eigenständige und unverwechselbare Position in der zeitgenössischen Grafik in Deutschland ein und übersetzte die Technik der Radierung in die Sprache der Gegenwart. Seine großformatigen Werke erforderten eine Maßanfertigung einer Druckerpresse und stehen mit ihrer zarten Schönheit im unerwarteten Kontrast zu der harten Arbeit ihrer Erzeugung und der Anstrengung des Drucks.

Führungen auf Schloss Solitude

Zu Entdeckungen auf Schloss Solitude laden am Freitag, den 21. und Samstag, den 22. September zwei besondere Rundgänge ein. Während es am Freitag „auf unbekannten Wegen durch das Schloss und auf die Kuppel“ geht und Sie spannende Blicke hinter die Kulissen des Lustschlosses sowie eine grandiose Aussicht genießen können. Begrüßt Sie am Samstag um 15:30 Uhr der “Intendant der herzoglichen Gartenanlagen” Johann Caspar Schiller. Der Vater des Dichterklassikers leitete hier über Jahre eine wegweisende Versuchsanstalt der Obstbaumzucht.
Wenn Sie an den Führungen teilnehmen möchten, ist eine Anmeldung unter 0711 696699 erforderlich.

Keine Kommentare

Bis jetzt noch keine Kommentare

Einen Kommentar abgeben