Kultursplitter #37

Ideenreiche Sonderausstellungen, interessante Vorträge und verschiedene Veranstaltungen haben Museen und kulturelle Einrichtungen im deutschsprachigen Raum auch die kommenden Tage zu bieten. Weitere Informationen finden Sie im neuen Kultursplitter!

Die Lithotage 2018 im Münchner Künstlerhaus

Das Münchner Künstlerhaus veranstaltet vom 29. August bis zum 2. September die Lithotage 2018. Zum 20 jährigen Jubiläum der Lithografiewerkstatt Steindruck München werden bei diesem einmaligen Event das gesamte Haus geöffnet und die Lithografie ins Zentrum gestellt. Die Münchner Künstlerhaus-Stiftung zeigt ein breites Spektrum lithografischer Exponate auch aus Partnerinstitutionen. Über 800 eingesendete Werke aus aller Welt nahmen an einem Wettbewerb der Münchner Künstlerhaus-Stiftung teil, für den drei Preise ausgelobt sind. Die am Wettbewerb teilnehmenden Werke sind ebenso für Besucher ausgestellt. Die verschiedensten Live Veranstaltungen und Exkursionen finden anlässlich des Events statt und laden Künstler, Drucker, Fachleute, Liebhaber und Interessierte aus der ganzen Welt zu spannenden Erfahrungen ein. Mehr Informationen zu den verschiedenen Veranstaltungen der Lithotage 2018 erhalten Sie unter www.kuenstlerhaus-muc.de.

Veränderungen in der Kunsthalle Mannheim

Im neuen Kontext wird Éduard Manets “Erschießung Kaiser Maximilians” ab Dienstag, den 28. August in der Kunsthalle Mannheim zu sehen sein. Die Neupositionierung des Herzstücks der Sammlung ist der erste Vorbote der großen Herbstausstellung “Konstruktion der Welt. Kunst und Ökonomie”, die am Donnerstag, den 11. Oktober eröffnet wird. Das berühmte Ölgemälde Manets ist mit seinem Umzug in den Themenkubus 1 in den für das Meisterwerk eigens entworfenen Galerieraum gezogen. Nun ist das riesige Gemälde in neuer Konstellation mit José Antonio Vegas “The Chisel and the Sinkhole” ausgestellt. Die Kuben 2 und 4 hingegen sind ab dem Dienstag, den 28. August bis zur Eröffnung der Herbstausstellung geschlossen, bedingt durch die Umbaumaßnahmen in Vorbereitung auf die Ausstellung. Die Sonderausstellung ab Oktober beleuchtet zehn Jahre nach der Finanzkrise erstmals sichtbare Einflüsse der Ökonomie auf Kunst und Künstler in der Periode von 1919 bis 1939 und zwischen 2008 und 2018. Bis zum 03. Februar 2019 haben Sie die Möglichkeit die Ausstellung zu besuchen.

Vorträge zur Geschichte der Berliner Musikkultur

Im Rahmen der Sonderausstellung „OH YEAH! Popmusik in Deutschland“ im Museum für Kommunikation Berlin finden am Dienstag, den 28. August die Kurzvorträge und Hörbeispiele “Science is Pop” zur Berliner Musikkultur statt. Um 18:30 Uhr und 20 Uhr können jeweils 30 Personen mit fünf WissenschaftlerInnen verschiedenen Fragen auf den Grund gehen. Fragen wie “Wie reflektiert Popmusik die Entwicklung von Stadtteilen im lauf der Jahrzehnte?” oder “Womit experimentierte die Avantgarde im musikalischen DDR-Underground?” werden in Kurzvorträgen und vielen Hörbeispielen ergründet. Der Eintritt zur Veranstaltung ist frei. Die Sonderausstellung, die Sie gehört haben müssen, können Sie noch bis Sonntag, den 16. September besuchen. Hier können Sie in 90 Jahre Popmusik in Deutschland hineinhören. Doch nicht nur Hits sind in der Ausstellung zu entdecken, auch Schlager, Kurioses und Vergessenes lässt Erinnerungen wieder aufleben.

Warum verspürt der Mensch den Drang Kunst zu schaffen?

In dem gemeinsamen Ausstellungsprojekt “Warum Kunst?” der kunsthalle weishaupt und des Museum Ulm wird die 40.000 Jahre alte Löwenmensch-Skulptur präsentiert. Anlass für die Ausstellung bietet der Fund des größten und ältesten Abbilds eines Fabelwesens und die Ernennung dessen Fundstätten der Höhlen der Eiszeitkunst zum Weltkulturerbe. Die Ausstellung geht der menschheitsgeschichtlichen Frage nach, worin das Bedürfnis nach künstlerischer Gestaltung begründet liegt und was Kunst für unterschiedliche Kulturnationen bis heute bedeutet. Nach den inneren und äußeren Antriebskräften künstlerischen Schaffens sucht die Ausstellung. Und möchte Antworten auf die Frage finden, was der Mensch aus dem Akt des Kunstschaffens für sein Dasein dazu gewinnt. Bis zum 7. Oktober wird die Ausstellung präsentiert und Sie können an Führungen und Vorträgen teilnehmen. Informationen hierzu finden Sie unter kunsthalle-weishaupt.de/ausstellung/warum-kunst/.

Ausstellung im Rahmen der CHINA TIME Hamburg setzt sich mit Digitalisierung auseinander

Im Rahmen der CHINA TIME Hamburg hat das Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg (MKG) Künstler eingeladen, sich mit chinesischen Tuschetraditionen wie Tuschemalerei, Buchdruck und Steinabreibung und der Sammlung Ostasien des MKG auseinanderzusetzen. In der Sonderausstellung “Inky Bytes. Tuschespuren im Digitalzeitalter” beleuchten die Künstler die Aspekte Urbanisierung und Digitalisierung, zwei Schwerpunktthemen der diesjährigen CHINA TIME Hamburg. Über die Hälfte der zeitgenössischen Positionen der Künstler Shan Fan, Dagmar Rauwald, Liu Ding, Yang Yongliang und Zhou Fei sowie des Print the Landscape Public Art Project entstehen exklusiv für die Ausstellung im MKG. Die Eröffnung der Ausstellung findet am Sonntag, den 2. September um 11 Uhr statt. Weitere Informationen zur CHINA TIME Hamburg, eine Initiative des Hamburger Senats, finden Sie unter chinatime.hamburg.de.

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