Kultursplitter #28

Auch diese Woche gibt es von uns neue und interessante Neuigkeiten aus der Welt der Kunst und Kultur. Ein Aufruf sowie viele spannende Veranstaltungen erwarten Sie im neuen Kultursplitter. Viel Spaß beim Lesen!

Gemälde von Fritz Bach aus Privatbesitz werden gesucht – Grafschaftsmuseum plant Ausstellung für 2019

Das Grafschaftsmuseum in Wertheim plant für 2019 Gemälde des Malers Philipp Friedrich Bach -besser bekannt als Fritz Bach– im Spätsommer auszustellen. Das Museum möchte seinen umfangreichen Bestand durch weitere Bilder ergänzen und bittet Bildbesitzer, sich mit Informationen zu Bildmotiv, Bildmaße, Datierung und einem Foto bei der Kuratorin Dr. Constanze Neuendorf zu melden. Sie möchte sich so einen Überblick über Motive im Privatbesitz verschaffen. Die Informationen werden vertraulich behandelt und dienen zur Vorbereitung der Museumsschau. Erst danach erfolgt eine Auswahl der Bilder, von denen sich Besitzer vorübergehend trennen würden. Bach wurde 1890 in Wertheim geboren und studierte an der Karlsruher Akademie sowie in Wertheim in der Malschule von Fritz Lange-Dedekam. Er starb 1972 in Wertheim. Die meisten Werke des überregional kaum bekannten Künstlers entstanden in Ölmalerei oder Pastellkreide (hinter Glas). In Druckbuchstaben oder Schreibschrift ist die Signatur des Künstlers meist gut lesbar am Bildrand zu finden.
Wer etwas beitragen will, wird gebeten, sich mit der Kuratorin von Dienstag bis Donnerstag zwischen 14 und 16 Uhr telefonisch in Verbindung zu setzen. Per E-Mail an grafschaftsmuseum-neuendorf@t-online.de können auch Fotos der Objekte zugesandt werden.

Führung zur Ausstellung ‚Angebandelt. Ein Date mit der Schürze‘ entwickelt von Lehrstuhl der Universität Regensburg

Im Museum Hammerschmiede und Stockerhof Naichen findet am 24. Juni um 15 Uhr eine öffentliche Führung durch die Sonderausstellung „Angebandelt. Ein Date mit der Schürze“ statt. Die Idee und das Konzept der Ausstellung entspringt dem Lehrstuhl für Vergleichende Kulturwissenschaft der Universität Regensburg. Der von Susanne Anwander M.A. begleitete Rundgang bietet die Möglichkeit, ein fast vergessenes Kleidungsstück und seiner Vielseitigkeit neu zu entdecken. Nicht nur bestaunen, sondern auch anprobieren können Sie im “Schürzenladen” einige Berufsschürzen. Die Führung für Erwachsene bietet einen unterhaltsamen Rundgang rund um die Schürze, ergänzt um schwäbische Geschichten. Es ist keine Voranmeldung erforderlich und der Museumseintritt ermöglicht die Teilnahme an der Führung.

Barocke Festkultur und Porzellanmalerei auf Schloss Clemenswerth

Am Emslandmuseum Schloss Clemenswerth findet am Sonntag, den 17. Juni, von 14 bis 16.15 Uhr in Kooperation mit der Volkshochschule Meppen eine Führung zur Festkultur im Barock statt. Auf ein standesgemäßes Unterhaltungsprogramm wollte der Kurfürst Clemens August von Bayern in der abgeschiedenen Landschaft des Hümmlings bei seinen Jagdaufenthalten nicht verzichten. Davon zeugt heute die prächtige Ausstattung des Jagdschlosses. Große und kleine Besucher erfahren bei der Führung Näheres zur Ess- und Festkultur an barocken Höfen sowie über die Hofhaltungen des Sonnenfürsten vom Rhein und können sich beim Bemalen einer Porzellantasse vom barocken Luxusgeschirr inspirieren lassen.
Für die Teilnahme ist eine Anmeldung bei der VHS Meppen erforderlich.

Outdoor-Führung zur Ausstellung ‚Michael Riedel. Grafik als Ereignis‘

Vom 9. Juni an bis zum 14. Oktober 2018 können Sie die Ausstellung ‚Michael Riedel.Grafik als Ereignis‚ im Museum Angewandte Kunst Frankfurt besichtigen. Die Ausstellung widmet sich dem Schaffen von Michael Riedel. Das Zentrum der Ausstellung bildet das 1994/95 entstandene und erstmalig in vollem Umfang ausgestellte Frühwerk ‚Signetische Zeichen‘. Das Werk entstand zu Beginn der erfolgreichen internationalen Karriere des damals 22-Jährigen und umfasst über 1000 Zeichnungen, zu denen auch nicht signierte Zeichnungen zählen. Vom Frühwerk spannt die Ausstellung einen Bogen bis heute und inszeniert Grafik als einen offenen, steten Prozess – als ein sich selbst fortschreibendes System in der Kunst. Am Mittwoch, den 20. Juni von 16 bis 19 Uhr findet im Rahmen des Programms zur Ausstellung eine Outdoor-Führung mit Kuratorin Dr. Eva Linhart statt, die unter anderem die Freitagsküche und das Studio von Michael Riedel zum Ziel hat. Treffpunkt ist am Museum Angewandte Kunst. Die Führung ist im Eintrittspreis des Museums inbegriffen. Die Teilnehmerzahl ist begrenzt. Anmelden können Sie sich unter create.angewandte-kunst@stadt-frankfurt.de.

Eröffnung der Ausstellung ‚Walter Dohmen – Arbeiten auf Papier aus fünf Jahrzehnten‘ im Suermondt-Ludwig-Museum

Das Suermondt-Ludwig-Museum in Aachen präsentiert in der Ausstellung ‚Walter Dohmen – Arbeiten auf Papier aus 5 Jahr­zehnten. Neuerwerbungen‘ eine Sammlung von 44 graphischen Blätter des Künstlers Walter Dohmen. Die Graphische Sammlung konnte mit Unterstützung der Heinz-Heinrichs-Gedächtnisstiftung die Sammlung aus fünf Jahrzehnten von dem in Langerwehe lebenden und bedeutenden Künstler erwerben. Besichtigen können Sie die Ausstellung vom 16. Juni bis 14. Oktober 2018. Walter Dohmen ist vornehmlich durch sein vielseitiges grafisches Arbeiten bekannt geworden. So experimentiert er seit den 1970er Jahren mit den verschiedensten grafischen Techniken im Tiefdruck, Hochdruck und Flachdruck, wobei der Druckvorgang selbst in den künstlerischen Produktionsprozess eingebunden ist. Auch die selten gewordene, klassische Technik des Kupferstichs gehört zu seinem Repertoire. Bei seinen Darstellungen geht es Walter Dohmen niemals um eine realistische Wiedergabe der Wirklichkeit, sondern stets um die Charakterisierung von inneren Welten. Die Eröffnung der Ausstellung findet am 15.Juni um 18 Uhr im Kupferstichkabinett statt.

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