Kultursplitter #25

Nach einer kurzen Pause melden wir uns mit dem 25. Kultursplitter zurück – aktuelle Neuigkeiten und Interessantes aus der Kultur- und Museumswelt finden hier ihren Platz.

Städel mit Ausstellung zu englischer Nachkriegskunst

Vom 16. Mai bis 12. August 2018 versammelt die Graphische Sammlung des Städel Museums erstmals Hauptwerke der beiden Künstler – Frank Auerbach und Lucian Freud – in einer gemeinsamen Ausstellung. Sie zählen zu den bedeutendsten figurativen Künstlern der englischen Nachkriegskunst. „Frank Auerbach und Lucian Freud. Gesichter“ zeigt insgesamt vierzig Zeichnungen und Druckgrafiken, insbesondere Bildnisse, die zu den kompromisslosesten und innovativsten der zeitgenössischen Kunst gehören. Über nahezu vier Jahrzehnte, bis zum Tod von Lucian Freud, waren die Künstler eng befreundet. Sie verband nicht nur die Wertschätzung für die Kunst des je anderen, sondern auch das Schicksal, in Berlin als Söhne jüdischer Familien geboren worden zu sein. Noch im Kindesalter mussten sie aus dem nationalsozialistischen Deutschland nach England flüchten beziehungsweise emigrieren.

Ariane Grigoteit wird neue Direktorin des Kirchner Museum Davos

Das Kirchner Museum Davos hat eine neue Direktorin gewählt: die promovierte Kunsthistorikerin Ariane Grigoteit wird zum 1. September 2018 die Leitung der renommierten Institution übernehmen. Das 1992 eröffnete Museum wird von Grigoteit als neue Direktion unter dem Motto „Kirchner Exchange“ in die Zukunft geführt. Die ausgewiesene Expertin für moderne und zeitgenössische Kunst will das Museum in eine interdisziplinäre, integrative und adaptive Zukunft weiterführen. Der Zukunftsauftrag für das Museum liege im lokalen, nationalen und internationalen kulturellen Austausch und Dialog. Darüber hinaus gelte es, das Zusammenspiel von digitaler Zukunft und analogem Museum voranzutreiben und das Kirchner Museum als Verhandlungsort sich ständig wandelnder Erkenntnisse zu positionieren.

Museum Brandhorst präsentiert Jutta Koether

Kaum eine andere Künstlerin hat unser heutiges Verständnis von Malerei und von der Kulturlandschaft seit den 1980er-Jahren so entscheidend geprägt wie Jutta Koether (geb. 1958). „Jutta Koether – Tour de Madame“ präsentiert auf zwei Etagen des Museums Brandhorst in einem ersten umfassenden Überblick die erstaunliche Bandbreite ihrer Arbeit. In vielerlei Hinsicht wird die Ausstellung eine Entdeckungsreise sein, führt sie doch die mehr als 150 Gemälde, Zeichnungen und Assemblagen auf eine völlig neue Art und Weise zusammen. Viele der Werke wurden nie öffentlich ausgestellt oder waren seit ihrer ersten Präsentation nicht mehr zu sehen. Ein Höhepunkt der Schau wird ein neu geschaffener, 15-teiliger Gemäldezyklus sein, der – in Anspielung auf Cy Twomblys Lepanto-Raum aus der Dauerausstellung des Museums Brandhorst – Koethers eigene „Schlacht“ mit der Malerei- und Kunstgeschichte vor Augen führt.

„Der Konsens. Europas Kultur der politischen Entscheidung“ im Europäischen Hansemuseum

Die vierte Sonderausstellung des Europäischen Hansemuseums rückt seit dem 10. Mai den Konsens als politisches Entscheidungsprinzip in den Fokus. Ein Brückenschlag zwischen dem Hansetag 1518 und der Arbeit des Europäischen Rates der Gegenwart wird gewagt. Planspiele bieten während der Ausstellungszeit die Möglichkeit, sich selbst im Konsens zu versuchen. Außerdem stellt die Ausstellung einen Beitrag zum Europäischen Kulturerbejahr SHARING HERITAGE 2018 dar.

Internationaler Museumstag 2018

Am Sonntag war Internationaler Museumstag 2018. Über 1.700 Museen haben in Deutschland ihre Besucher begeistert. Viele Museen lockten mit kostenlosem Eintritt, Mitmachaktionen und spannenden Führungsprogrammen. Der IMT startete unter dem Hashtag #Museumstandem die Initiative eine weitere Person mit ins Museum zu nehmen, um dieser das Lieblingsbild zu zeigen oder einfach neue Welten zu eröffnen. Ideal zum Muttertag war die Aktion auch eine Möglichkeit den Tag mit der Mutter zu verbringen.

Vorschau in den Juni – Xu Bing im Lehmbruck Museum

Xu Bing zählt zu den bedeutendsten Vertretern zeitgenössischer chinesischer Kunst. Nach seinem Ausstellungsbeitrag zum Projekt „China 8“ im Jahre 2015 arbeitet er nun ein zweites Mal mit dem Lehmbruck Museum zusammen und zeigt ab dem 10. Juni neben einer Installation mit Livebildern von Überwachungskameras aus China auch seinen aktuellen Film „Dragonfly Eyes“, der gleichsam Namensgeber seiner Ausstellung ist. Es handelt sich um den ersten Spielfilm, der allein aus geschnittenen Einstellungen öffentlicher Kameras entstanden ist.

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