Kultursplitter #23

Eine spannende Woche und ein noch interessanteres Wochenende steht an – das StadtPalais in Stuttgart eröffnet. Außerdem findet die Lange Nacht der Museen in Düsseldorf statt. Was sonst noch passiert? Alle Infos hier!

Neue Sonderausstellung im Archäologischen Museum Hamburg

Die aktuelle Einwanderung von Menschen aus Afrika und Westasien nach Europa löst umfassende Debatten aus und wird uns über Jahre hinaus begleiten. Die Ausstellung „Zwei Millionen Jahre Migration“ im Archäologischen Museum Hamburg verdeutlicht mit einem Blick in unsere früheste Entwicklungsgeschichte, dass Migration und Integration selbstverständliche Bestandteile des Menschseins und kein modernes Phänomen sind. Die Spurensuche im Museum führt dabei von den Wurzeln des Menschen in Afrika über Asien bis nach Europa. Wie begann die Reise des Menschen, welche Ursachen, Mechanismen und Auswirkungen stehen hinter dem Phänomen der Migration? Die Ausstellung läuft vom 13. April bis 02. September 2018.

Ganzfeld Aural“: Eine Installation von James Turrell

Das Jüdische Museum Berlin zeigt ab dem 12. April 2018 die Installation Aural“ des Künstlers James Turrell in einem temporären Bau im Museumsgarten. Die begehbare Installation auf einer Fläche von mehr als 200m² gehört zu Turrells Reihe der Ganzfeld Pieces“ und ist bis zum 30. September 2019 zu sehen. Mit „Aural“ wird erstmalig ein Ganzfeld des weltweit bedeutendsten „Bildhauers des Lichts“ in Berlin präsentiert. 
Die Quelle des Lichtes in „Aural“ lässt sich kaum erahnen. Die gefühlten Raumgrenzen sind nicht die realen. So tauchen die Besucher in die Atmosphäre eines entgrenzten und entmaterialisierten Raumes ein. In der Sammlung des Jüdischen Museums Berlin steht „Aural“ als ein herausragender Solitär. Den Besuchern ermöglicht die Arbeit eine weitere Raumerfahrung und sie eröffnet damit Bezüge zu den Raumerlebnissen des Libeskindbaus. 

StadtPalais – Museum für Stuttgart öffnet seine Tore

Am 14. April um 10 Uhr eröffnet das StadtPalais – Museum für Stuttgart. Nach einem aufwendigen Umbau des historischen Wilhelmpalais und einer mehrmonatigen Zwischennutzungszeit hat die Stadt nun ein neues Museum, in dem die Geschichte, Gegenwart und Zukunft Stuttgarts in den Fokus gerückt werden. Gefeiert wird die Museumseröffnung neun Tage lang mit dem Eröffnungsfestival „Welcome to your StadtPalais“. Von Elektroparty und Kulturdebatte bis hin zum Kinderfest und Klassikkonzert wird ein abwechslungsreiches Programm geboten. Ein Höhepunkt des Festivals ist das Podiumsgespräch „Stuttgart und sein VfB“ am 18. April um 19 Uhr. Erstmals ist die ständige Ausstellung „Stuttgarter Stadtgeschichten“ sowie die große Sonderschau „Sound of Stuttgart“ zu sehen. Kindern und Jugendlichen ist im Stadtlabor mit der Kinderbaustelle „BAU MIT“ ein ganzes Geschoss vorbehalten. Die erste Salonausstellung „Stuttgart und Du 2038“ im neuen Museum nimmt die Zukunft Stuttgarts in den Blick. 

Manets „Erschießung Kaiser Maximilians“ zieht in den Neubau der Kunsthalle Mannheim ein

Das monumentale Meisterwerk „Die Erschießung Kaiser Maximilians von Mexiko“ (1868-69) von Edouard Manet bezog seinen Platz im Neubau der Kunsthalle Mannheim. Am 08. Januar 2017 war es zum letzten Mal im Ostflügel des Jugendstilbaus in der Sammlungspräsentation „ARCHE“ für die Öffentlichkeit zu sehen. Fünfzehn Monate lang wurde das Herzstück der Mannheimer Sammlung sicher im Depot verwahrt. Als „Vater der Impressionisten“ gehörte Manet zu den Verfechtern malerischer Autonomie, die sich mit der Tendenz zum „Unvollendeten“ in der Malerei zu entfalten begann. Zu seinen Lebzeiten umstritten, gilt der französische Maler heute als einer der innovativsten Künstler überhaupt. Das Kunstwerk hängt zunächst gegenüber der „Arena“ (1997-2014) von Rita McBride. Dem kuratorischen Ansatz einem „Museum in Bewegung“ entsprechend wird der Manet einer zeitgenössischen Position gegenübergestellt. Seit ihrer Entstehung im Jahr 1997 war die Arena in verschiedenen internationalen Museen zu Gast. Aus mehreren Modulen zusammengesetzt, passt sich ihre Form an wechselnde Ausstellungssituationen an.

Endlich ist es soweit: Das Museum Kronberger Malerkolonie wird wieder eröffnet!

Ab Sonntag, den 22. April 2018 öffnet das Museum Kronberger Malerkolonie seine Türen am neuen Standort, in der sogenannten „Villa Winter“ in Kronberg. An diesem Tag haben alle Kunstinteressierten bei freiem Eintritt die Möglichkeit, von 11 bis 18 Uhr das frisch renovierte Gebäude und die Jubiläumsausstellung 160 Jahre Künstlerkolonie Kronberg 1858 – 2018″ zu besuchen. Besucher können an den stündlich wechselnden Führungen teilnehmen oder eigenständig auf Entdeckungsreise durchs Museum gehen. Dabei treffen sie auf alte Lieblingsbilder – unter anderem von Anton Burger, Otto Scholderer und Wilhelm Trübner – sowie auf Neuzugänge aus privaten Sammlungen, die hier erstmals ausgestellt werden.

Panometer Leipzig feiert 15. Geburtstag

Es darf gefeiert werden! Am Wochenende des 26. und 27. Mai lädt das Panometer Leipzig anlässlich seines 15. Geburtstages zu einem besonderen Jubiläumsprogramm ein. Seit der Eröffnung im Mai 2003 wurden im Panometer Rundbilder wie EVEREST, ROM 321, AMAZONIEN und LEIPZIG 1813 gezeigt. Aktuell ist das Panorama „Titanic – Die Versprechen der Moderne“ zu sehen. Besucher bezahlen an beiden Tagen einen reduzierten Eintrittspreis zudem werden kostenfreie Führungen stündlich angeboten. Kulinarisch können sich die Besucher auf frische Waffeln, Crêpes und herzhafte Leckereien vom Grillstand sowie einige kleine Überraschungen freuen. Bis heute sind sechs weitere Rundbilder des Künstlers innerhalb und außerhalb Deutschlands zu sehen. Im Sommer 2018 folgt der achte Standort nahe der Museumsinsel in Berlin mit dem überarbeiteten Panorama PERGAMON.

KUNST HAUS WIEN eröffnet neue Ausstellung

Heute, Mittwoch, den 11. April wird die neue Ausstellung des KUNST HAUS WIEN Museum Hundertwasser eröffnet. Jochen Lempert (*1958) legt seit den frühen 1990er Jahren ein stetig wachsendes Œuvre an Natur- und Tierfotografien vor, das er in Ausstellungen und Büchern immer wieder reorganisiert und erweitert. In der Garage des KUNST HAUS WIEN wird Jochen Lempert Vitrinen bespielen und mit seinen Bilderanordnungen Konstellationen anbieten, die zwischen wissenschaftlicher Schautafel und dem freien Spiel der Bilder changieren. Ein Schwerpunkt wird dabei sein, die Überschneidungen zwischen Architektur und Flora herauszuarbeiten.

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