Kultursplitter #22

Mit bereits über 1.200 Museen und kulturellen Sehenswürdigkeiten, die ein Teil von PROXIPEDIA sind, berichten wir in unserem wöchentlichen Kultursplitter über aktuelle Neuigkeiten aus der Kulturszene. Hier unser #22!

„Prison S-21“ Fotoausstellung von Thomas Meinecke in Magdeburg

Am Montag, dem 9. April 2018, wird um 18:00 Uhr in der Gedenkstätte Moritzplatz Magdeburg die Fotoausstellung „Prison S-21“ eröffnet. Im ehemaligen Gefängnis „S-21“ in Phnom Penh ließen die Roten Khmer zwischen 1975 und 1979 tausende Menschen ermorden. Heute befindet sich dort das Tuol-Sleng-Genozid-Museum, in dem die Fotografien für die Ausstellung entstanden. Zur Eröffnung wird der Fotograf Thomas Meinicke in die Ausstellung einführen, die bis zum 30. April 2018 in der Gedenkstätte zu sehen ist.

Museumsverbund „Landpartie“ lädt ab 27. April zu neuer Ausstellungsserie

Jetzt schon Termin vormerken! Ab Freitag, 27. April 2018, erlebt die „Landpartie“ ihre sechste Auflage mit dem Generalthema „Identitäten“. Die neun beteiligten Museen – Bezirksmuseum Dachau, Gemäldegalerie Dachau, Neue Galerie Dachau, Museum Erding, [Stadtmuseum Freising – wg. Sanierung geschlossen], Museum Fürstenfeldbruck, Schlossmuseum Ismaning, Kallmann-Museum Ismaning, Bauernhofmuseum Jexhof, Museum Starnberger See – beschäftigen sich in den neuen Sonderausstellungen mit der Frage danach, was Identität schafft: Welche Merkmale, Gemeinsamkeiten, Traditionen, Überzeugungen etc. bedingen Gemeinsamkeitsgefühle von Gruppen? Und: Wodurch werden Menschen zu Individuen und fühlen sich als solche? Die Wahl des Generalthemas ist ein Beitrag zum gesellschaftlichen Diskurs um Identität und Heimat, der insbesondere seit der Einwanderungswelle im Jahr 2015 hitzig geführt wird. Die Ausstellungen eröffnen im Zeitraum von Freitag, 27. April, bis Samstag, 26. Mai 2018. Den Auftakt macht das Bezirksmuseum Dachau mit der Schau „ALLES THEATER! Zur Geschichte des Laienschauspiels“.

Letzte Chance für einen Ausstellungsbesuch in der Neuen Galerie Graz

In der Neuen Galerie Graz gibt es im April die letzte Möglichkeit, zwei Sonderausstellungen zu besuchen: Unter dem Titel „DASCHNER“ zeigt das studio noch bis zum 15. April die performative Ausstellung der Künstlerin, Filmemacherin und Performerin Katrina Daschner, die unter anderem den diesjährigen Diagonale-Trailer gestaltet hat. Die große Personale „Frauen in Gesellschaft“ der weltweit renommierten iranischen Künstlerin Shirin Neshat kann man noch bis 22. April besuchen, etwa im Rahmen der zahlreichen Begleitveranstaltungen im April.

Selfie-Museum in Los Angeles eröffnet

Wer kennt es nicht – das Selfie? Jetzt bekommt es ein eigenes Museum in Los Angeles. Dies beschäftigt sich mit dem Phänomen, welches oftmals als oberflächlich betrachtet wird. Zurück geht das Selfie, laut Gründer, auf das klassische Selbstporträt, welches schon in der Höhlenmalerei zu finden war. Die Entwicklung von Malerei zur Fotografie wird dargelegt, ebenso wird viel Gelegenheit für Selfies gegeben. Das Mitführen eines Selfiesticks wird gewünscht.

Der Kini baut wieder!

Im Rahmen der Bayerischen Landesausstellung 2018 „Wald, Gebirg und Königstraum – Mythos Bayern“ rücken für König Ludwig II. über 130 Jahre nach seinem geheimnisumwitterten Tod im Graswangtal nun wieder die Baumaschinen an: Ein beeindruckender Holzpavillon entsteht, 13 Meter hoch und 22 Meter lang. Im Garten des Klosters Ettal werden für die Bayerische Landesausstellung 2018, die ab 3. Mai eröffnet ist, die ungebauten Träume des Bayernkönigs virtuelle Realität. In einem rauschhaften Panorama werden diese Visionen zum Leben erweckt und entführen die Besucherinnen und Besucher in die phantastische Gedankenwelt des Königs. Am Ort der Bayerischen Landesausstellung, ausgehend von Ettal und Linderhof, wollte Ludwig einen gewaltigen Schlösserpark schaffen. Aufgrund des frühen Todes des Königs blieben von dem Projekt nur Pläne. Genau diese werden nun umgesetzt. Das Haus der Bayerischen Geschichte, Kloster Ettal und der Landkreis Garmisch-Partenkirchen veranstalten in Zusammenarbeit mit den Bayerischen Staatsforsten, der Bayerischen Forstverwaltung und der Bayerischen Schlösserverwaltung im Südflügel des Klosters auf rund 1500 qm die Landesausstellung, die dem „Mythos Bayern“ nachspürt.

Neue Dauerausstellung im Schloss Artstetten

Seit letztem Sonntag zeigt das Schloss Artstetten seine neue Dauerausstellung, die den Titel „Durchs Schlüsselloch: Geschichte erzählt! Erzherzog Franz Ferdinand und der Erste Weltkrieg“ trägt. Die Ausstellung berichtet vom Tod des österreichischen Thronfolgers, den Folgen des Ersten Weltkriegs, seiner Familie und Schloss Artstetten. Dies wird im Laufe der Geschichte zu einem Zentrum für Frieden. Die Geschichte Österreichs lebendig und menschlich zu zeigen, ist Anlass zur Neugestaltung. Schloss Artstetten ist nicht nur die Gedenkstätte des Thronfolgers, sondern auch ein Haus voller Leben: Der Aufbau der neuen Dauer-Ausstellung kehrt in einigen Bereichen der konservativen musealen Darstellung den Rücken. Hier wird die Geschichte durch das Schlüsselloch erzählt und konfrontiert den Besucher mit Fragen. Die Ausstellung wird von einem abwechslungsreichen Begleitprogramm abgerundet, das beispielsweise friedenspädagogische Workshops für Jugendliche enthält.

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