Kultursplitter #18

Diese Woche steht im Zeichen starker Frauen und weltweiter Verbindung. Morgen ist Weltfrauentag und heute wurde die ITB Berlin eröffnet. Darüber hinaus hat die Kunst- und Kulturszene wieder einige spannende Neuigkeiten zu bieten – zusammengefasst in unserem Kultursplitter.

Saisoneröffnung des Hohenloher Freilandmuseums

Mit der beliebten Veranstaltung „Handwerker im Museum“ beginnt am Sonntag, 11. März 2018 die Saison im Hohenloher Freilandmuseum. Von 11:00 bis 16:00 Uhr führen Handwerker ihre traditionellen Tätigkeiten vor. Zu sehen sind in und um verschiedene Werkstätten und Gebäude des „Hohenloher Dorfes“ Handwerker wie Schmiede, Goldschmiede, Kaminfeger, Korbmacher, Seifensiederinnen, Stuhlflechterinnen, Holzschnitzer, Buchbinder und Schnapsbrenner. Sie alle geben Einblicke in die früher für das tägliche Leben der Menschen unverzichtbaren Arbeiten. Begleitend zum Ausstellungsprojekt 2017/18 der Arbeitsgemeinschaft der Freilichtmuseen in Baden-Württemberg Anders. Anders? – Ausgrenzung und Integration auf dem Land“ erscheint an diesem Tag die gleichnamige Publikation, die Beiträge zu allen sieben Ausstellungen und einige Gastbeiträge enthält. Die Ausstellung „Auf der Reis‘ – Die ‚unbekannte‘ Minderheit der Jenischen im Südwesten“ ist der Beitrag des Hohenloher Freilandmuseums Wackershofen zu diesem vielbeachteten Gemeischaftsprojekt.

Stiftsbibliothek St. Gallen eröffnet Sommerausstellung

Am Dienstag, 13. März 2018, 17:30 Uhr, eröffnet die Stiftsbibliothek ihre Sommerausstellung im berühmten Barocksaal zum Thema „An der Wiege Europas – Irische Buchkultur des Frühmittelalters“. Die irische Buchkunst des Frühmittelalters ist von beeindruckender Schönheit. Sie ist Ausdruck der Blüte eines Mönchtums, das vom 6. bis 9. Jahrhundert die kulturelle Entwicklung Europas wesentlich mitprägte. Nirgends kann dies so exemplarisch aufgezeigt werden wie im Jahr 612 vom Iren Gallus gegründeten Kloster St.Gallen. In der Stiftsbibliothek ist die schönste Sammlung irischer Handschriften des Frühmittelalters auf dem europäischen Festland erhalten geblieben. Wer sie betrachtet, steht an der Wiege des mittelalterlichen Europas. Die Ausstellung dauert vom 12. März bis zum 4. November 2018 und ist täglich von 10 bis 17 Uhr geöffnet. Die Eröffnung findet im Beisein des irischen Botschafters in der Schweiz statt. Die Ausstellung ist der Beitrag der Stiftsbibliothek St. Gallen zum Europäischen und Schweizer Jahr des Kulturerbes 2018.

Achtung Hochspannung! Neue Sonderausstellung eröffnet im Museum Nienburg 

Am Donnerstag, 8. März 2018 um 19.00 Uhr eröffnet die neue Sonderausstellung „Achtung Hochspannung! – Experimente und Entdeckungen vom Blitz zum Motor“ im Museum Nienburg. Der spannende Weg von der Beobachtung des Blitzes bis zur täglichen Anwendung vom Strom auch im Haushalt wird ab diesem Donnerstag im Museum Nienburg verfolgt. Die Ausstellung führt zu den Anfängen der Geschichte der Elektrizität zurück und bietet den Besuchern nicht nur einen historischen Überblick über die Pioniere der Elektrizität und ihre Errungenschaften. In zahlreichen Experimentierstationen gibt es auch die Gelegenheit selbst Blitze zu herzustellen, der Gewinnung von Spannung auf den Grund zu gehen oder z.B. auf einem Fahrrad selbst Energie zu erzeugen. Daneben runden der Vergleich zwischen Elektrogeräten und ihren nichtelektrischen Vorgängern, aber auch Einblicke in die Werbung für diese Gerätschaften das historische Panorama ab. Die erste naturwissenschaftlich ausgerichtete Ausstellung des Museums ist mit den vielen Experimentierstationen für die ganze Familie geeignet.

Venus von Willendorf von Facebook gelöscht

Ein Aufschrei ging durch die Reihen – letzte Woche löschte Facebook eine Abbildung der Venus von Willendorf. Die berühmte steinzeitliche Frauendarstellung wurde wegen ihrer Nacktheit als ein Verstoß gegen die AGBs gelöscht. Die Reaktionen gingen von „lächerlich“ bis zu „verärgert“. Facebook entschuldigte sich daraufhin für die Löschung und ließ den Beitrag zu. Die elf Zentimeter große Statue ist ca. 30.000 Jahre alt und wurde im österreichischen Ort Willendorf entdeckt. Sie ist im Naturhistorischen Museum Wien zu finden.

Das Haus Schminke bereitet sich auf das Bauhaus-Jubiläum 2019 vor

Als Stilikone des Neuen Bauens zählt das 1933 von Hans Scharoun in Löbau errichtete Haus Schminke, im Hinblick auf das nahende Bauhausjubiläum 2019 zu einem der wichtigsten touristischen Ziele in Sachsen. In Vorbereitung auf das Jubiläum, plant die Stiftung noch in diesem Jahr von Mitte März bis Mitte August umfangreiche Sanierungsmaßnahmen an Dach und Fassade. Aufgrund der Baumaßnahmen muss das Gebäude im Frühjahr/Sommer 2018 für den Besucherverkehr weitestgehend geschlossen bleiben. Um interessierte Gäste dennoch an den spannenden Bauaufgaben teilhaben lassen zu können, werden ab April monatliche Baustellenführungen angeboten.

Neue Sonderausstellung im Salzburg Museum Neue Residenz

2018 – Ein Jahr des Gedenkens und Erinnerns: Genau 80 Jahre ist es her, dass Österreich 1938 Teil des nationalsozialistischen Deutschen Reichs wurde. Die neue Sonderausstellung „Anschluss, Krieg & Trümmer“ im Salzburg Museum widmet sich ab 9. März aus diesem Anlass der Geschichte Salzburgs zwischen 1938 und 1945. Ausgehend von dem „Anschluss“ Österreichs, über die Kriegsjahre bis hin zu der Zeit aus dem Nationalsozialismus. Gleichzeitig wird die eigene Institutionsgeschichte dabei in Bezug zur Geschichte und Kultur Salzburgs im Nationalsozialismus gesetzt. Das Ziel der Ausstellung sind repräsentative Einblicke in eine öffentliche Kulturinstitution in der NS-Zeit. Fotografien und Filmausschnitte vermitteln Bilder von Ereignissen in der Zeit des Nationalsozialismus und belegen die enge Verbindung von Kultur und Propaganda. Sie machen schließlich die Bedeutung Salzburgs für die NS-Ideologie sichtbar.

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