Kultursplitter #14

Der Januar endet und der Februar beginnt gleichzeitig mit einer Reihe von Ausstellungseröffnungen über die wir in einem kurzen Überblick berichten. Was gibt es für spannende Neuigkeiten aus der Museums- und Kulturszene? Wir versuchen einen kurzen Einblick zu verschaffen.

Kunsthaus Kannen präsentiert neue Ausstellung „Dibujos de Cuba“

Das Museum für Outsider Art und Art Brut zeigt ab Sonntag, 4. Februar 2018 in seinen Räumen die Ausstellung „Dibujos de Cuba. Outsider Art aus Havanna“. Fünf kubanische Künstler spiegeln die Realität in Kuba in Zeichnungen und Objekten wieder. Sie stammen alle aus dem „Art Brut Project Cuba“, welches die größte Sammlung kubanischer Art Brut und Outsider Art vereint. Die Künstler sind entweder Autodidakten, aus schwierigen Verhältnissen stammend oder geistig behindert. Die Kunstwerke werden zum ersten Mal in Deutschland ausgestellt. Kuba ist geprägt von Konflikten zwischen Freiheit und Gleichheit. Die Geschichte des Landes ist vielfältig beeinflusst worden. Dies alles zeigen die Künstler in ihren Darstellungen von Städten, Landschaften und Menschen.

Emil Schumacher Museum eröffnet neue Ausstellung

Am letzten Sonntag, 28. Januar 2018, eröffnete das Emil Schumacher Museum in Hagen seine neue Ausstellung „Emil Schumacher – Bilder auf Porzellan“. Anfang der 1990er Jahre arbeitete Schumacher auf Basis einer schlichten Schale der berühmten Porzellangestalterin Trude Petri in der Manufaktur von KPM an fast 60 Werken. Dabei nutzte er Gold, Platin und Porzellanfarbe. Dies entsprach einerseits Schumachers Vorgehensweise sich immer neuen Herausforderungen zu stellen und sich von allen möglichen Materialien inspirieren zu lassen, andererseits arbeitete er zunächst mit Materialien, die mangelhaft oder nicht mehr brauchbar schienen. Die Unikate sind bis auf wenige Ausnahmen heute Teil der Sammlung der Emil Schumacher Stiftung. Somit präsentiert das Museum in Hagen erneut eine Ausstellung von außergewöhnlicher Qualität und arbeitet so das Oeuvre Schumachers auf.

Basquiat-Ausstellung in London ein Besuchermagnet

Basquiat ist momentan in aller Munde. Sein für 110 Millionen Dollar (89 Millionen Euro) bei Sotheby’s versteigertes Kunstwerk „Untitled“ macht noch einmal in New York im Brooklyn Museum Halt, bevor es auf Reise zu seinem neuen Besitzer Yusaku Maezawa nach Japan geht. Gleichzeitig wird in London im Barbican Centre die Retrospektive „Basquiat – Boom for Real“ gezeigt. Bereits jetzt haben die Ausstellung über 200.000 Menschen besucht. Auch in Deutschland wird die Ausstellung bald zu sehen sein. Nach Ende der Ausstellungszeit Ende Januar in London, ziehen die Werke nach Frankfurt in die Schirn. Das Werk Basquiats, der Street-Art und Graffiti in Museen gebracht hat, ist allseits beliebt. Der Künstler wurde nur 27 Jahre alt und war besonders von den Einflüssen seiner afrikanisch-karibischen Abstammung inspiriert.

Caspar-David-Friedrich-Preis 2018 geht nach Kopenhagen

Der Preis, welcher von der Caspar-David-Friedrich-Gesellschaft in Greifswald verliehen wird, geht dieses Jahr an Anne-Mai Sonderbørg Keldsen, Studentin an der Königlichen Kunstakademie Kopenhagen. Mit fotografischen Serien, teils in Form von Installationen oder in Buchform mit sehr persönlichen Texten, entwickelt Anne-Mai Sonderbørg Keldsen aus der Erinnerung poetische und atmosphärische Landschaftspanoramen, die eine magische Stimmung erzeugen. Mit gegensätzlichen Bildmotiven, denen eine zentrale Affinität zu Caspar David Friedrichs Landschaften inne ruht, überzeugt sie die Jury. Der Caspar-David-Friedrich-Preis wird seit 2001 jährlich von der Caspar-David-Friedrich-Gesellschaft an den Kunsthochschulen in Dresden und Kopenhagen sowie am Caspar-David-Friedrich-Institut in Greifswald ausgeschrieben und ist mit 2500 Euro Preisgeld, einer Postkartenserie und einer Ausstellung in der Caspar-David-Friedrich-Galerie in Greifswald dotiert.

Heeresgeschichtliches Museum / Militärhistorisches Institut bricht eigenen Besucherrekord

Das Heeresgeschichtliche Museum / Militärhistorische Institut in Wien startet mit guten Neuigkeiten ins neue Jahr. Nach dem Besucherrekord von 2015, konnte dieser 2017 wieder erreicht und gebrochen werden. Insgesamt kamen über 248.000 Besucher in die Sammlungsräume. Die Steigerung der Besucherzahlen ist auf das anziehende Thema des Ersten Weltkriegs und die Angliederung von Außenstellen zurückzuführen. Auch die Versammlung der authentischen Objekte unter dem Motto „Kriege gehören ins Museum“ sowie die Erweiterung des Vermittlungsprogramms durch Lesungen, Vorträge und Diskussionsrunden sind ein Grund für die steigenden Besucherzahlen. Das Jahr 2018 rückt die Geschichte der Republik Österreich in den Vordergrund, der sich mit der Ausstellung „Schutz und Hilfe. Das Österreichische Bundesheer 1955 – 1991“ besonders zugewendet wird. Diese Ausstellung wird ab 16. Mai 2018 zu sehen sein.

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