Kultursplitter #13

PROXIPEDIA berichtet in seinem wöchentlichen Kultursplitter über Aktuelles und Interessantes von bereits eingetragenen Museen und allgemein der Museums- und Kulturszene. Wir hoffen einen kurzen Einblick in die Welt der Kultur zu geben!

Kassel sammelt Spenden für Documenta-Kunstwerk

Die Documenta-Stadt Kassel möchte eines der Kunstwerke der documenta 14 erstehen. Für 600.000 Euro geht der 16 Meter hohe Obelisk von Olu Oguibe an die Stadt Kassel über. Das Kunstwerk im öffentlichen Raum auf dem Königsplatz stehend, mit der Inschrift „Ich war ein Fremdling und ihr habt mich beherbergt“ aus dem Matthäus-Evangelium in vier Sprachen, soll mit Spenden finanziert werden. Innerhalb von drei Monaten versucht die Stadt durch Spenden das Ziel zu erreichen. Wenn die Summe nicht zusammen kommt, kann der Künstler entscheiden, ob das bis zu diesem Zeitpunkt gesammelte Geld genug ist. Falls nicht, bekommen alle Spender ihre Spende wieder zurück.

Museum Brandhorst fordert zum Fotografieren auf

Ab sofort erlaubt das Museum Brandhorst in seinen Räumen das Fotografieren und macht mit einer Aktion auf Instagram darauf aufmerksam. Unter dem Hashtag #InstaChallengeMB können bis Ende Februar Fotos hochgeladen werden und die Fotografen sich dabei gleichzeitig die Teilnahme an einem Gewinnspiel sichern. Preis: ein aktueller Ausstellungskatalog.

Vatikan nimmt an der Architekturbiennale in Venedig teil

Vom 26. Mai bis 25. November findet die 16. Architekturbiennale in Venedig statt. Erstmals ist dieses Jahr der Vatikan mit einem Waldprojekt vom schwedischen Architekten Gunnar Asplund inspiriert vertreten. Insgesamt zehn Kapellen sollen von zehn Architekten angefertigt werden und als Beitrag gelten. Die aus verschiedensten Materialien bestehenden Kapellen werden auf der Laguneninsel San Giorgio Maggiore gebaut. Sie sollen nach der Biennale im Wald bestehen bleiben und genutzt werden. Bereits zwei Mal hat der Vatikan an der Kunstbiennale in Venedig teilgenommen.

Stiftung Preußischer Kulturbesitz restituiert elf Kunstwerke

Insgesamt elf Kunstwerke aus der Sammlung von Margarte Oppenheim konnten nach eingehender Recherche an die rechtmäßigen Erben aufgrund der Washingtoner Prinzipien zurückgegeben werden. Das Kunstgewerbemuseum und die Skulpturensammlung der Staatlichen Museen zu Berlin konnten durch Provenienzrechercheprojekte den Fall der Werke lösen. Dabei konnte sich mit den Erben auf eine faire Lösung geeinigt werden, sodass die SPK sogleich fünf Werke direkt zurück erwerben konnte und diese nun offiziell und legal in den Sammlungen zu finden sind. Margarete Oppenheim starb 1935 und die Kunstsammlung von ihr und ihrem Ehemann wurde 1936 zwangsversteigert, weshalb die Werke im SPK unter NS-Raubkunst fallen.

Museum Barberini in Potsdam feiert ersten Geburtstag

Am Sonntag, den 21. Januar feierte das Museum Barberini seinen ersten Geburtstag. Das Museum, welches in einem renovierten Palais in Potsdam zu finden ist, konnte innerhalb eines Jahres über eine halbe Millionen Besucher anziehen. Mit dem Besucherstrom kann der Stifter Hasso Plattner mehr als zufrieden sein. Im ersten Jahr begeisterten Blockbusterausstellungen zu den französischen Impressionisten, den amerikanischen abstrakten Expressionisten und den Künstlern der DDR. Dieses Jahr startet ab Februar mit einer Ausstellung über Max Beckmann, im Juni geht es weiter mit Gerhard Richter sowie im Herbst mit Henri Edmond-Cross.

Auktionsergebnisse für das Jahr 2017 steigen um 25 %

Die globalen Auktionsergebnisse stiegen insgesamt um 25% auf 11,21 Milliarden Dollar. Dieses Ergebnis geht aus den öffentlichen Daten von Sotheby’s, Christie’s und Philips hervor. Obwohl die Einlieferungen um 9,3% abnahmen, konnte ein so starkes Wachstum erreicht werden. Besonders Christie’s Auktionsergebnisse nahmen zu. Bedingt auch durch den Rekordverkauf von Leonardo da Vincis „Salvator Mundi“. Christie’s liegt nun mit einem Ergebnis von 5,89 Milliarden Dollar vor Sotheby’s mit 4,69 Milliarden Dollar.

Museum für Natur und Umwelt in Lübeck lädt zu Kindervortrag

Zu einem Vortrag unter dem Titel „Heimische Pflanzen in Kindernähe – können sie großen und kleinen Kinderfüßen widerstehen?“ laden das Museum für Natur und Umwelt und der Grüne Kreis Lübeck e.V. am Montag, 29. Januar, ein. Rainer Kahns, Landschaftsarchitekt (Werkstatt Lebensraum in Schönwalde am Bungsberg), geht in seinem bebilderten Vortrag dieser Fragestellung nach und erklärt anhand vieler Beispiele, in welchen Bereichen heimische Pflanzen in der Umgebung von Kindern eingesetzt werden können oder sich als ungeeignet erweisen. Der Vortrag beginnt um 19 Uhr und dauert ca. eine Stunde. Der Besuch der Veranstaltung ist kostenfrei.

LUFTMUSEUM eröffnet Sonderausstellungen

Das LUFTMUSEUM in Amberg lädt zur Eröffnung der beiden neuen Sonderausstellungen am 27. Januar ab 19:30 Uhr ein. Die beiden Sonderausstellung laufen bis 22. April 2018. Zu sehen sein werden die Ausstellung „PULSE“ von Isabelle Chapuls und Alexis Pichot aus Paris. Beide Fotografen zeigen faszinierende Landschaften in Verbindung mit bunten Wolken. Das schafft eine lebendige, ephemere Szenerie. Auch wenn keine Menschen in den Bildern zu sehen sind, so ist ihre Gegenwart doch implizit in diesen wild natürlichen oder verlassenen Landschaften; Baustellen, Minen, Steinbrüchen, Kraftwerken, etc. Die zweite Sonderausstellung trägt den Titel „FIVE PAIRS“ und ist von Nils Völker, einem Medienkünstler aus Berlin ausgearbeitet worden. Er verwandelt Alltagsmaterialien und -gegenstände in raumgreifende Strukturen. Die Arbeiten sind meist großformatig, kinetisch und spielen mit der Grenze zwischen Bild, Skulptur, Installation und architektonischem Umraum. Im LUFTMUSEUM zeigt Völker FIVE PAIRS, eine bewegungssensible Installation aus weißen Tyvek-Kissen. Definitiv einen Besuch wert!

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